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FUSSCHIRURGIE
Zehendeformitäten wie Krallenzehen, Hammerzehen ,Hallux valgus

Was sind Krallenzehen / Hammerzehen?

Hierbei  handelt es sich um eine kombinierte Verkürzung der Streck- und Beugesehnen des Fußes. Meistens ist es eine erworbene, störende Deformität (Fehlstellung) der 2. bis 4. Zehe des Fußes. Sie führen zu störenden und schmerzhaften Druckstellen am Fuß. Das betroffene Zehengrundgelenk ist überstreckt, während Mittel- und Endglied in Beugehaltung fixiert sind. So kommt es zu der typischen erhobenen krallenartigen Zehenstellung. Im fortgeschrittenen Stadium erreicht die Zehe den Boden nicht mehr und das Zehengrundgelenk kann luxieren (auskugeln). Durch das Schuhwerk entstehen schmerzhafte Druckschwielen auf den Zehen. 
Ursächlich ist meist der sogenannte Senk- und Spreizfuß, der zu einer Dysbalance (Ungleichgewicht) der Muskeln und Sehnen führt, die dann die Fehlstellung herbeiführen.
Therapie:
Je nach Befund und Beschwerden gibt es unterschiedliche Behandlungsmethoden, die sich am Schweregrad und an der Ausprägung der Erkrankung orientieren.

Konservative (nichtoperative Behandlung):
Zunächst wird mit konservativen, nicht-operativen Behandlungen versucht die Schmerzhaftigkeit und die Fehlstellung in den Gelenken zu vermindern und die Beweglichkeit, wenn möglich, zu erhalten.
Hierzu zählen eine gezielte regelmäßige Fußgymnastik und die Verordnung von stützenden Einlagen zur Aufrichtung der Fehlstellung des Senk- und Spreizfußes. Hierzu muß eine sogenannte Pelotte (Vorwölbung) genau an der richtigen Stelle und in der richtigen Größe an der Einlage eingepasst werden. Dies sollte genau geplant und überprüft werden. Unter Zusammenarbeit mit erfahrenen Orthopädietechnikern wird eine individuelle Therapie eingeleitet.

Operative Behandlungsmethoden:
- Sehnenverlagerung
- Sehnenverlängerung
- Hohmann-Operation
- Weil-Operation
- PIP-Arthrodese

Die Operationen werden in der Regel ambulant durchgeführt in Regionaler Betäubung oder in Vollnarkose, individuell den Patientenbedürfnissen angepasst. Nach der Operation ist es manchmal nötig einen speziellen Schuh (Verbandschuh) für 2-4 Wochen zu tragen. Die Belastung des Fusses ist in der Regel gleich nach der Operation erlaubt.

Was ist ein Hallux valgus?

Als Hallux valgus bezeichnet man die Abweichung der Großzehe im Großzehengrundgelenk nach lateral (außen).  Der Großzehenballen tritt prominent hervor. Hier kommt es häufig zur schmerzhaften Entzündung.

Ursachen sind neben erblichen Veranlagungen die Ausbildung eines Spreizfußes, Übergewicht sowie zu enges Schuhwerk oder Schuhe mit zu hohen Absätzen. Der Hallux valgus ist die häufigste Zehenfehlstellung beim Menschen.

Therapie:
Mit konservativen Methoden kann durchaus eine Besserung der Beschwerden erreicht werden. Jedoch können die Beschwerden nur gelindert werden oder das Fortschreiten der Fehlstellung kann im besten Fall verhindert werden. Eine Korrektur des Hallux valgus kann nur durch eine Operation erreicht werden. In den meisten Fällen nimmt auch trotz konservativer Behandlung die Fehlstellung langsam weiter zu.
Zur akuten Linderung von Schmerzen und Entzündungen im Fuß eignen sich konservative Maßnahmen aber durchaus. (Optimierung des Schuhbetts, Weite Schuhe, Physiotherapie, Einlagen etc.)  

Operative Therapien: Es gibt zahlreiche Operationsverfahren mit unterschiedlichen Schnittführungen und unterschiedlichen Fixationstechniken. Die Operationen werden in der Regel ambulant durchgeführt. Die Belastung des Fusses ist in einem Verbandschuh gleich nach der Operation mit entsprechender Schmerzmedikation möglich. Die Heilungszeit beträgt 4-6 Wochen.

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